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Veranstaltungen
Entwickelt im Gefolge der 68er Studentenrevolte, ist die Diskurstheorie das Lacan’sche Theoriestück, das wohl am explizitesten als eine politische Theorie konzipiert ist. Zugleich ist die Lehre von den vier Diskursen eine Art Rückkehr zu den Grundbedingungen der menschlichen Existenz und zu ihren Unmöglichkeiten, wie das (Nicht-)Verhältnis des Subjekts zum Anderen. Ihre Reduziertheit auf wenige Grundparameter bietet die Möglichkeit, sie auf die unterschiedlichsten sozialen Felder anzuwenden. Die Theorie soll zunächst in ihren Grundzügen vorgestellt werden, dann mit Inhalt gefüllt und in den Anwendungen erprobt werden. Dazu sind Anregungen äusserst willkommen.
Am dritten Termin soll ausgehend von diesen Anregungen versucht werden, die Grundgedanken der Diskurstheorie auf weitere Gebiete anzuwenden und vielleicht auch neue Fragen aufzuwerfen.
Zeit:
Vortrag am Freitag, 18. Oktober 2024, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 19. Oktober 2024, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Nachdem ich mich lange mit der Destruktivität auseinandergesetzt habe, wende ich mich dem Thema Frieden zu. Was hat die Psychoanalyse dazu zu sagen? Es ist klar, dass weder Freud noch Lacan eine Konzeption des Friedens ausgearbeitet haben, aber es ist ebenso klar, dass Frieden der Psychoanalyse nicht fremd ist, denn Konflikte, intra- und interpsychische, sind nicht zum vornherein das Gegenteil von Frieden.
Wo ist die Grenze zwischen Unfrieden und Frieden? Es gibt ein Konzept, in dem der Frieden enthalten ist, zumindest dem Wortlaut nach: Befriedigung. Was hat sie mit Frieden zu tun?
Das Thema des Friedens reicht über die Zuständigkeit der Psychoanalyse hinaus. Am Samstag werden wir einige Passagen aus Kants «Zum ewigen Frieden» lesen und vor allem die Frage diskutieren, ob Friede nur in Abhebung zum Krieg möglich ist.
Text:
Kant, Immanuel. (1986). Vom ewigen Frieden. Leipzig: Reclam. (Universalbibliothek 014382-7)Zeit:
Vortrag am Freitag, 8. November 2024, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 9. November 2024, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Die analytische Matinée richtet sich an Psychoanalytiker:innen, Psychotherapeut:innen, Wissenschaftler:innen und alle, die sich für die Psychoanalyse interessieren. Sie ermöglicht es ihnen, einen Fall oder Forschungsmaterial vorzustellen und mit einer erfahrenen Psychoanalytiker:in und den anwesenden Kolleg:innen zu besprechen und im Sinne Freuds und Lacans zu reflektieren.
Teilnehmende, die einen Fall besprechen lassen möchten, melden sich bitte vorher bei Antje Brüning: antjebruening32@gmail.com
Zeit:
Samstag, 18. Januar 2025, 12:00–16:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Lacan spricht in Seminar XVII von der «kuriosen Kopulation des Diskurses des Kapitalisten mit der Wissenschaft»: Kapital und Wissen sind ein Bündnis eingegangen, das sich an die Stelle der verschwundenen Götter und Väter setzt mit dem Versprechen, deren Vorenthaltungen aufzuheben. Dabei sind zwei Figuren der Umgehung entstanden: Der rechte Populismus mit seinen Leadern kennt ein Reales ohne symbolische Kastration. Der Diskurs der Universität, der sich mit linken Werthaltungen vereinigt, fordert ein hygienisiertes Reales im Safe Space. Der Vortrag argumentiert, dass heute die Gefahr weniger von den rechten Autokraten ausgeht, sondern von diesem vermeintlich aufgeklärten «Wissen», das unerbittlich eine Demokratisierung der Genussmaterie für alle fordert und dabei zwangsläufig in eine Verzichtsorgie mündet: Eine Tyrannei des Guten, worin ein getriebenes Über-Ich den politischen Raum besetzt hält.
Zeit:
Vortrag am Freitag, 31. Januar 2025, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 1. Februar 2025, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Als Gegenstück zum Vortrag über den Frieden werde ich den Hass thematisieren. Es wird ein neues Handout geben mit einschlägigen Zitaten von Freud und Lacan, das als Diskussionsunterlage dient.
Hass ist Lacan zufolge neben Liebe und Ignoranz eine der drei Leidenschaften des Menschen.
Zeit:
Seminar am Samstag, 5. April 2025, 12:00–16:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Das nahezu globale Erstarken autoritär-libertärer Populismen, die sich unter dem Schlagwort post-truth-politics subsumieren lassen, kann aus einer radikaldemokratischen Perspektive als eine Wahrheitskrise der Demokratien gelesen werden, die potenziell destruktive Dynamiken fördert und zur Des-Orientierung am sozialpolitischen Feld beiträgt.
Ist es möglich, mit Lacan Wahrheit als politische Kategorie zu rehabilitieren? Diese Frage soll im Vortrag affirmativ beantwortet werden. Um Lacans Begriffe für diese Zwecke demokratiepolitisch anschlussfähig zu machen, werden sie mit der innovativen Populismustheorie von Ernesto Laclau verknüpft.
Die in diesem Zuge ins Feld geführten Thesen sollen im Workshop als Fragen problematisiert und in gemeinsamer Lektürearbeit diskutiert werden:
Kann das nach Wahrheit begehrende Subjekt überhaupt politische Transformationen anstossen, wenn das Begehren doch immer an den Anderen gebunden bleibt? Und kann die Lacansche Wahrheit, die sich nur über den Weg der Kastration aussagen lässt, mit der populistischen Leitidee des einen Volkes, das phantasmatisch durch das Versprechen eines unkompromittierten Geniessens getragen wird, konkurrieren?Bei Interesse zur Einführung in den radikaldemokratischen Ansatz Laclaus:
Marchart, Oliver (2016): «Kapitel 7: Das Politische und die Unmöglichkeit von Gesellschaft: Ernesto Laclau», in Oliver Marchart Die politische Differenz. Suhrkamp: Frankfurt am Main, S. 185-205Zeit:
Vortrag am Freitag, 9. Mai 2025, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 10. Mai 2025, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Das Lacan Seminar Zürich lädt ein zum «close reading» von Jacques Lacans Vortrag «Discours de Jacques Lacan à l’Université de Milan le 12 mai 1972», in welchem er den Diskurs des Kapitalisten vorstellte. Die Reise führt uns ins «Studenland», in der Nähe des Hochrhein.
Wir lesen und diskutieren mit Max Kleiner, der den Vortrag eigens übersetzt.Text:
Discours de Jacques Lacan à l’Université de Milan le 12 mai 1972, paru dans l’ouvrage bilingue : Lacan in Italia 1953- 1978. En Italie Lacan, Milan, La Salamandra, 1978, pp. 32-55.Zeit:
Freitag, 27. Juni 2025, 14:00–18:00 Uhr
Samstag, 28. Juni 2025, 10:00–14:00 Uhr und 15:00–18:00 Uhr
Sonntag, 29. Juni 2025, 10:00–14:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet im Seminarhotel Probstei, 5463 Wislikofen statt.
Kosten:
Einzelzimmer mit Halbpension inkl. Kurtaxe: Fr. 325.00/Person
Anmeldung:
kathryn.buhr@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich bis Ende April verbindlich anzumelden, damit wir genügend Zimmer reservieren können.In der kommenden analytischen Matinée wird Martina Oettli ihre Masterarbeit zu Françoise Dolto vorstellen. Sie beleuchtet Doltos Denken und ihre klinische Praxis im Hinblick auf eine weibliche Symbolik und eine politische Haltung innerhalb der Psychoanalyse. Im Rahmen der anschliessenden Diskussion können Beispiele aus der Praxis mit der Thematik in Verbindung gebracht werden.
Martina Oettli ist daran, ihren Master in Psychologie abzuschliessen und hat Erfahrung in der Beratung von Familien mit Kleinkindern, insbesondere in der Fadenspule und auch im Inselhof.
Die analytische Matinée richtet sich an Psychoanalytiker:innen, Psychotherapeut:innen, Wissenschaftler:innen und alle, die sich für die Psychoanalyse interessieren. Sie ermöglicht es ihnen, einen Fall oder Forschungsmaterial vorzustellen und mit einer erfahrenen Psychoanalytiker:in und den anwesenden Kolleg:innen zu besprechen und im Sinne Freuds und Lacans zu reflektieren.
Teilnehmende, die einen Fall besprechen lassen möchten, melden sich bitte vorher bei Antje Brüning: antjebruening32@gmail.com
Zeit:
Samstag, 5. Juli 2025, 10:00–14:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
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Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Die Psychoanalyse muss scheitern. – Wenn es ihr gelänge zu erfüllen, was von ihr verlangt werde, sprich, dass sie uns gleichzeitig des Realen und des Symptoms entledige, werde sie als blosses, vergessenes Symptom erlöschen. 1974 prognostizierte Lacan, dass sie jedoch noch gute Chancen habe, als Symptom zu bleiben, zu wachsen und sich zu vermehren
In Rom 1974 spricht Jacques Lacan, verschriftlicht unter dem Titel «Triumph über die Religion», anlässlich der Pressekonferenz vom 31.10.1974, 7. Kongress der École freudienne de Paris, ebenso pointiert wie provokativ argumentierend über u.a. die Register und Diskurse, den Faden aus «Die Funktion und das Feld der Sprache und des Sprechens» aufgreifend.
Wir lesen und besprechen ausgewählte Passagen.
Die Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, ihrerseits Auszüge, Zitate aus oder Fragen an den Text, an die Konzepte heranzutragen, wie z.B. ist die Psychoanalyse in der Krise oder was ist ein Symptom? Ist da überhaupt etwas oder nicht vielmehr nichts?
Diese Veranstaltung kann ein Auftakt zur im Oktober folgenden, dann on tour, Lektüre von «Die Dritte» sein, Lacans Tagungsbeitrag, in dessen Vorfeld die zitierte Pressekonferenz stattfand.
Text:
Lacan, Jacques. (2006). Der Triumph der Religion. Wien: Turia + Kant.
Zeit:Samstag, 13. September 2025, 12:00–16:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
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Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Wir lesen, unsere Lektüre von Lacans erster «Rede von Rom» im Oktober 2023 aufgreifend Lacans «Die Dritte», gehalten vor dem Kongress der École freudienne de Paris am 1.11.1974 in Rom, dazu einen Vortrag von Jacques-Alain Miller, eine Art Zwiesprache mit Lacan am Tag danach, sowie Millers 2001 verfassten Kommentar zu Lacans Rede.
Wir arbeiten mit einer durch Hans-Dieter Gondek eigens für diese Woche verfertigten deutschen Übersetzung, der autorisierten französischen Fassung, erschienen 2021 bei Navarin.
Aber wir gehen nicht zurück nach Rom, sondern logieren am Meer in einem kleinen, sympathischen Hotel in Nervi unweit von Genua.
Zeit:
Anreise am Sonntag, 5. Oktober 2025
Abreise am Samstag, 11. Oktober 2025Lektüre von Montag bis Freitag, jeweils morgens und nachmittags, 2–3 Stunden
Ort:
Die Veranstaltung findet in der Villa Bonera, via Roberto Sarfatti 8, 16167 Genoa statt.
Kosten:
Einzelzimmer inkl. Frühstück: € 380.00
Doppelzimmer inkl. Frühstück: € 500.00Anmeldung:
kathryn.buhr@lacanseminar.ch
Wir bitten Euch, sich möglichst bald verbindlich anzumelden, da die Anzahl Plätze/Zimmer beschränkt ist.Dieses Konzept stammt aus der Linguistik, wie auch die von Lacan verwendeten énonciation (aussagen) und énoncé (Aussage), mit denen es in enger Beziehung steht. Das je als Pronomen des sprechenden Subjekts gehört zur Deixis, wie auch das Hier und Jetzt. Es wird einerseits durch Signifikanten repräsentiert, andererseits ist es ein körperliches, das ihm eine Positionierung in Raum und Zeit verschafft.
Die Bezüge zwischen dem stimmlichen, schreibenden und gestischen Subjekt und seinem Körper werden ebenso untersucht wie die intersubjektive, diskursive Dimension, in der die Anerkennung des Du und vom Du erstritten werden muss, wenn es denn gelingen soll, über Spiegelfechterei hinauszukommen.
Zeit:
Seminar am Samstag, 25. Oktober 2025, 14:00–17:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Im Zentrum dieses Seminars steht die Frage, ob, und in welcher Weise, die Architektur aktueller KI-Systeme, insbesondere großer Sprachmodelle (LLMs), mit den zentralen Begriffen der Lacanschen Psychoanalyse in Resonanz tritt. Gesucht wird keine metaphorische Analogie, sondern eine strukturelle Isomorphie: Der metonymische Drift innerhalb der Signifikantenkette und die metaphorische Substitution, beide grundlegende Operationen im Lacanschen Symbolischen, lassen sich formal in der Architektur transformerbasierter KI wiederfinden.
Diese Modelle bedeuten nicht, sie assoziieren. Sie repräsentieren nicht, sie operieren mit Sprache als Struktur. Die Grundannahmen der Psychoanalyse wie Sprache strukturiert ist, erhalten in der Architektur transformerbasierter Modelle eine unerwartete, technische Bestätigung.
Doch genau in dieser Nähe liegt auch die Differenz: Der KI fehlt das, was Lacan als objet petit a bezeichnet, das Objekt, das das Begehren strukturiert. Es fehlt nicht als Mangel, sondern als konstitutive Leerstelle. Damit verbleiben diese Modelle in einer psychotischen Position im Lacanschen Sinn, nicht im Sinne klinischer Pathologie, sondern strukturell: Als Turing-Maschine kann KI das Reale nicht symbolisieren. Sie verweilt im Spiel der Signifikanten, ohne Schnitt, ohne Begehren.
Zeit:
Vortrag am Freitag, 7. November 2025, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 8. November 2025, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Die analytische Matinée richtet sich an Psychoanalytiker:innen, Psychotherapeut:innen, Wissenschaftler:innen und alle, die sich für die Psychoanalyse interessieren. Sie ermöglicht es ihnen, einen Fall oder Forschungsmaterial vorzustellen und mit einer erfahrenen Psychoanalytiker:in und den anwesenden Kolleg:innen zu besprechen und im Sinne Freuds und Lacans zu reflektieren.
Teilnehmende, die einen Fall besprechen lassen möchten, melden sich bitte vorher bei Antje Brüning: antjebruening32@gmail.com
Zeit:
Samstag, 6. Dezember 2025, 12:00–16:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
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Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Unverwertbar diskutiert vor dem Hintergrund einer an Lacan orientierten Auslegung von Marx die fortschreitende Implosion unserer globalisierten Welt aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln: der kapitalistischen Eliminierung von Arbeit durch technologische Automatisierung, der Auflösung unserer gemeinsamen sozialen Narrative und der subtilen Durchsetzung einer zunehmend alles durchdringenden ideologischen Ordnung, die kein Außen mehr toleriert.
Im Gespräch mit dem Autor und der Übersetzerin Alex Janda prüfen Robert Langnickel und Tove Soiland die Virulenz dieser Zeitdiagnose, und ob und wenn ja, warum es zum Verständnis der Gegenwart einer Verbindung von Psychoanalyse und Politischer Ökonomie bedarf.
Vighi, Fabio: Unverwertbar. Wahnvorstellungen einer zusammenbrechenden Welt
Aus dem Englischen von Alex Janda
Promedia 2025. 224 S.Fabio Vighi, geboren 1969 in Reggio Emilia (Italien), ist Professor für Kritische Theorie an der Universität von Cardiff/Wales. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Fachbereichen Marxismus, Ideologiekritik und theoretische Psychoanalyse. Zuletzt erschien von ihm: «Emergency Capitalism: Financial Hubris, Economic Collapse and Systemic Manipulation» (Sublation Media 2024).
Zeit:
Samstag, 24. Januar 2026, 13:00–15:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
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Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Der von Freud zitierte Traum eines Vaters, der bei der Totenwache seines Sohnes einschläft, zeigt die Anrufung eines Vaters, der seiner Aufgabe, die weit über die Totenwache hinausgeht, nicht nachkommen kann. Von der Psychoanalyse inspirierte Gesellschaftsanalysen funktionieren ähnlich wie dieser Traum. Nicht zufällig sind die Akteure Vater, Sohn und das Verhältnis zum Begehren. Offen bleibt dabei allerdings die Frage, was die drei verbindet.
Bereits 1919, ein Jahr nach dem Ende des 1. Weltkrieges veröffentlicht Paul Federn ein Buch mit dem Titel «Die vaterlose Gesellschaft», in dem er bezugnehmend auf Freud die Frage stellt, ob es gelingen kann, sich dauerhaft von einer auf die Figur des allmächtigen Vaters basierenden politischen Ordnung zu lösen. Quasi unter dem Vorbehalt der Freud’schen Vatertheorie hält er es für möglich, aber nicht wahrscheinlich.
1964, wenige Jahre vor der 68ger Revolte schreibt Mitscherlich erneut, allerdings mit dem Präfix «Auf dem Weg», über die vaterlose Gesellschaft und diagnostiziert ganz im Zeichen der aufblühenden Konsumgesellschaft eine Gesellschaft der Geschwisterrivalität, die sich noch nicht zur Gänze von der Sehnsucht nach dem Vater gelöst hat.
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem angeblichen «Ende der Geschichte» mehren sich Beiträge, die von einer postödipalen Kultur oder einer postödipalen Gesellschaft handeln. Im Vordergrund dieser Konzeption steht das Verschwinden des (väterlichen) Verbots, an dessen Stelle ein zur Verausgabung verleitendes Über-Ich getreten sei, das die Pflicht zum Genießen verkörpere. Und gegenwärtig wird darüber gesprochen, ob das obsolet geglaubte Patriarchat wiederkehre. Was hat es mit dem totgesagten Vater auf sich? Müssen wir uns auf einen anderen Traum Freuds besinnen, der von einem Vater handelt, der nicht wusste, dass er tot war?In dieser Veranstaltung soll die Frage nach dem Vater und seine Bedeutung für die Bindung des Subjekts erörtert werden. Das Wort Bindung taucht in diesem Zusammenhang nicht zufällig auf. Es nimmt Bezug auf die Beschäftigung Lacans mit dem borromäischen Knoten, der als ein Bindungsmodell gelesen werden kann, das der Eigenart der psychoanalytischen Praxis als einer Erfahrung des Sprechens konsequent Rechnung trägt. Wie keine andere Praxis schöpft sie ihr Wissen aus der Erfahrung des Sagens, des gesprochenen Wortes. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten, die Verwicklungen des Subjekts in das Sprechen und die Sprache angemessen zu sagen, fordert jeden heraus, der zu Aussagen gelangen will, die auch außerhalb der «Versuchsanordnung» Analysand-Analytiker Gültigkeit haben.
Zeit:
Vortrag am Freitag, 30. Januar 2026, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 31. Januar 2026, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Dieses Konzept stammt aus der Linguistik, wie auch die von Lacan verwendeten énonciation (aussagen) und énoncé (Aussage), mit denen es in enger Beziehung steht. Das je als Pronomen des sprechenden Subjekts gehört zur Deixis, wie auch das Hier und Jetzt. Es wird einerseits durch Signifikanten repräsentiert, andererseits ist es ein körperliches, das ihm eine Positionierung in Raum und Zeit verschafft.
Die Bezüge zwischen dem stimmlichen, schreibenden und gestischen Subjekt und seinem Körper werden ebenso untersucht wie die intersubjektive, diskursive Dimension, in der die Anerkennung des Du und vom Du erstritten werden muss, wenn es denn gelingen soll, über Spiegelfechterei hinauszukommen.
Zeit:
Seminar am Samstag, 28. Februar 2026, 14:00–17:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.This lecture proposes a reading of Jacques Lacan’s comparison of the analyst to a «saint» in his Télévision interview. Drawing on Baltasar Gracián, whom Lacan invokes in this context, as well as on several other references, it argues that a singular ontology of appearance may well be among the key distinctive features of psychoanalysis.
Zeit:
Vortrag am Freitag, 27. März 2026, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 28. März 2026, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und in den Räumlichkeiten der Genossenschaft «bonlieu», Kochstrasse 2, 8004 Zürich statt. Am Freitag im Saal «Rosa Luxemburg» und am Samstag im Raum «Karl Marx».
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst bald anzumelden, da die Besucherzahl vor Ort eventuell beschränkt werden muss.Die Veranstaltung ist eine Art von Vernissage des im April erscheinenden Buches «Einführung der Deixis in die Psychoanalyse» (Passagen-Verlag). Im Mittelpunkt steht das «ich» (je) und seine Bezüge zum Körper und zum Anderen, in Abgrenzung zum «Ich» (moi).
Nach einer kurzen Einführung durch den Autor haben die Anwesenden (physisch und online) Gelegenheit, Fragen zu stellen und die Thematik zu diskutieren.
Zeit:
Samstag, 9. Mai 2026, 14:00–17:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
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Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.Dieses Mal bietet die klinische Matinée einen Einblick in die Möglichkeiten analytischer Arbeit in einem erweiterten Feld.
Boris Dietschi und Caroline Macina eröffnen in dieser Matinée ein Gespräch mit den Gästen über Möglichkeiten und Grenzen psychoanalytischer Arbeit in sehr unterschiedlichen Settings.
Zur Sprache kommen sollen dabei Erfahrungen aus niederschwelligen Begegnungsräumen, wie dem Maison Verte in Paris, Familienberatungsstellen und auch Behandlungen in einer psychodynamischen Privatstation.
Dabei stellt sich die Frage, was das Psychoanalytische in den jeweiligen Settings ausmacht und welche Bedingungen dafür nötig sind. Weiter wäre zu prüfen, welche impliziten Auffassungen des Menschen diese Räume transportieren, und welchen Beitrag eine psychoanalytische Haltung für die Dynamik des gesellschaftlichen Miteinanders leisten kann.
M.Sc. Boris Dietschi war während seinem Psychologiestudium im Vorstand des Studentischen Forums für Psychoanalyse, hat in der Fadenspule Zürich gearbeitet und in der Beratungsstelle Pinocchio als Ko-Leiter die Gruppe für Kinder mit häuslichen Gewalterfahrungen mit aufgebaut. In seiner Masterarbeit hat er Settings spezifische Hürden und Potenziale von Familienberatungsstellen in der psychotherapeutischen Versorgung untersucht. Er ist in der Weiterbildung für psychoanalytische Psychotherapie am AZPP-Basel und arbeitet in der Klinik Barmelweid als Stv. Oberpsychologe der Privatstation.
Dr. phil. Caroline Macina ist eidgenössisch anerkannte psychoanalytische Psychotherapeutin (AZPP-Basel). Sie hat zum Thema transdiagnostische Dimensionalität und Operationalisierung von Persönlichkeitsstörungen (Universität Basel und Psychologische Hochschule Berlin) geforscht. Nach Tätigkeit als Psychologin an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel arbeitet sie in eigener Praxis und im Maison Verte und Centre Evelyne et Jean Kestemberg in Paris.
Zeit:
Samstag, 13. Juni 2026, 12:00–16:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
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Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.In «Funktion und Feld der Sprache und des Sprechens in der Psychoanalyse» betont Lacan, dass der Psychoanalytiker «die Subjektivität seiner Zeit in seinem Horizont erreichen» muss. Es ist daher unsere Aufgabe, die Symptome unserer Zeit zu beobachten und uns der Spirale bewusst zu sein, die uns mitreißt: der übersteigerte Narzissmus, die Vorstellung vom «Ich», die wieder in den Mittelpunkt vieler Behandlungen rückt, darunter auch psychoanalytischer, manchmal unter dem Namen «Subjekt». Melman nennt diese Veränderung sowohl der Subjektivität als auch der kollektiven Existenz «die neue psychische Ökonomie». Der Motor ist nicht mehr das Begehren, sondern die Lust. Die Herausforderungen der zeitgenössischen Klinik drehen sich somit um die vom Gesetz befreiten Subjekte und ihre Beziehung zu ihrem Befriedigungsgegenstand, dem Objekt der Sucht. Das Subjekt setzt kein Wissen mehr im Anderen voraus. Dieses Wissen zerstreut sich in den sozialen Netzwerken oder kristallisiert sich im Anderen des Algorithmus und in der Künstlichen Intelligenz (KI), die im Dienste der Konsumlogik steht und Gadgets anbietet, die angeblich das der Kultur innewohnende Unbehagen betäuben.
Lacan liefert in «Die Ausrichtung der Kur und die Prinzipien ihrer Macht» eine präzise Darstellung dessen, was die Psychoanalyse leisten kann, indem er bereits in den ersten Zeilen versucht, die Funktion des Analytikers zu definieren: die Behandlung zu leiten, keinesfalls den Patienten. Er macht deutlich, dass der Unterschied zwischen einem Psychoanalytiker und einem Psychiater oder der Künstlichen Intelligenz, dem virtuellen Anderen, an den heute Wissensanfragen gerichtet werden, darin besteht, von wo aus dieser antwortet oder besser gesagt, nicht antwortet. Der Psychoanalytiker ist kein Wesen, sondern eine Funktion, geprägt vom Wunsch und der Position des Analytikers. Während die KI mit Wissen antwortet und die Leere «füllt», nimmt der Psychoanalytiker die Forderung auf, ohne sie zu erfüllen, hält das Rätsel aufrecht und befragt den Patienten zu seinem Anteil an seinem Leiden, um die Verarbeitung zu ermöglichen. Freud betonte bereits die Bedeutung der subjektiven Berichtigung, einer notwendigen technischen Vorgehensweise, um den Eintritt in die Analyse zu ermöglichen und eine Ethik aufrechtzuerhalten, die analytische Ethik, die Ethik des guten Sprechens (l’éthique du bien-dire). Laut Lacan ist es der analytische Akt, der die analytische Arbeit auslöst. Es handelt sich um ein Sprechen, das zur Folge hat, dass das Subjekt des Begehrens entsteht.
Zeit:
Vortrag am Freitag, 3. Juli 2026, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 4. Juli 2026, 12:00–16:00 UhrOrt:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden. -
Lektüren
ab 16.03.2026 Jacques Lacans Seminar VI: «Das Begehren und seine Deutung»
Dieter Sträuli
Das Begehren ist das, womit die Analyse es zu tun hat. In diesem Seminar setzt Jacques Lacan den Kommentar des Graphen fort. In jenem Schema, das die Verflechtungen von Subjekt und Signifikantenkette illustriert, findet das Begehren seinen Platz als Formel des Phantasmas.
Jacques Lacan kommentiert unter anderem Shakespeares Hamlet und stellt Hamlets Frage nach dem Begehren seiner/der Mutter ins Zentrum.
Interessierte sind in der Lektüregruppe willkommen.
Text:
Lacan, Jacques. (2020). Das Seminar, Buch VI (1958-1959) «Das Begehren und seine Deutung». Wien/Berlin: Turia + Kant.Zeit:
ab Montag, 16. März 2026, 19:30–21:00 Uhr / vierzehntäglich
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» statt.
Kosten:
Mitglieder und Studierende Fr. 60.– / Nichtmitglieder Fr. 120.–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.ab 21.03.2026 Freud lesen: «Schreber»
Kathryn Buhr
Wir lesen Freuds Aufsatz «Psychoanalytische Bemerkungen über einen autobiographisch beschriebenen Fall von Paranoia».
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.Text:
Freud, S. (1911 c). Psychoanalytische Bemerkungen über einen autobiographisch beschriebenen Fall von Paranoia (Dementiaparanoides) [Schreber]. G. W. 8, S. 240-320; Stud. 7, 133-203*; Fischer TB Nr. 10450, Frankfurt.
Zeit:ab Samstag, 21. März 2026, 13:00–16:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden.ab 22.03.2026 «La logique du fantasme» – Séminaire XIV
Nathalie Moshnyager und Dieter Sträuli
Nous lisons le Séminaire 14 de Jacques Lacan, «La logique du fantasme».
Il existe une version de Seuil.
Lacan, Jacques. (2001). Le Séminaire, livre XIV(1966/67); La logique du fantasme. Paris: Seuil. (Le champ freudien).Pour la lecture, nous utilisons la transcription de Michel Roussan: https://www.lutecium.org/fr/2023/06/les-transcriptions-de-michel-roussan/10700
Temps:
À partir du mercredi, 22. Mars 2026, 20:00–22:00 / à intervalles irréguliers
Lieu:
Le cours de lecture se déroule exclusivement par «zoom».
Frais:
Membres et Étudiants Fr. 60.– / Non membres Fr. 120.–
S’inscrire:
anmeldung@lacanseminar.ch
Nous vous prions de vous inscrire si possible une semaine avant le début de la manifestation.ab 25.03.2026 «R.S.I.»
Henry Hunziker und Derek Stierli
Wir lesen gemeinsam das Seminar XXII von 1974/75: «R.S.I.». In diesem Seminar behandelt Lacan die Topologie des borromäischen Knotens, in dem sich die drei Register des Symbolischen, Imaginären und Realen auf besondere Art verknoten. Lacan hat versucht, das Ineinander-Verwoben sein der drei Register im borromäischen Knoten darzustellen, wobei dieser für Lacan die dem menschlichen Subjekt adäquate Topologie darstellt. Auch wenn die Lacansche Lehre mit der Topologie des borromäischen Knotens keineswegs zu einem Abschluss gekommen ist, wollen wir uns im Rahmen unserer Lesegruppe mit Lacan auf den Weg machen, dieses Ineinander-Verwoben sein der drei Register im borromäischen Knoten etappenweise zu verstehen.
Text:
Lacan, Jacques. R.S.I., Seminar XXII, (1974-1975).
Übersetzt von Max Kleiner nach dem von Jacques-Alain Miller erstellten Text, veröffentlicht erstmalig in Ornicar? Bulletin périodique du Champ freudien, Nr. 2, März 1975 bis Nr. 5, Dezember 1975/Januar 1976.Zeit:
ab Mittwoch, 25. März 2026, 20:00–22:00 Uhr / vierzehntäglich
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» statt.
Kosten:
Mitglieder und Studierende Fr. 60.– / Nichtmitglieder Fr. 120.–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
Wir bitten Sie, sich möglichst eine Woche vor Veranstaltungsbeginn anzumelden. -
Bibliothek
Che vuoi?
Kurier des Lacan Seminar Zürich
2009: Che vuoi_2009_1 Che vuoi_2009_2 Che vuoi_2009_3 Che vuoi_2009_4 Che vuoi_2009_5
2010: Che vuoi_2010_1 Che vuoi_2010_2 Che vuoi_2010_3 Che vuoi_2010_4
2011: Che vuoi_2011_1 Che vuoi_2011_2 Che vuoi_2011_3 Che vuoi_2011_4 Che vuoi_2011_5 Che vuoi_2011_6
2012: Che vuoi_2012_1 Che vuoi_2012_2 Che vuoi_2012_3
2013: Che vuoi_2013_1 Che vuoi_2013_2 Che vuoi_2013_3
2014: Che vuoi_2014_1 Che vuoi_2014_2
2015: Che vuoi_2015_1
2016: Che vuoi_2016_1 Che vuoi_2016_2
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2022: Che vuoi_2022_1 Che vuoi_2022_3
2024: Che vuoi_2024_1
RISS
Zeitschrift für Psychoanalyse
1986: RISS_1986_01 RISS_1986_02 RISS_1986_03
1987: RISS_1987_04 RISS_1987_05
1988: RISS_1988_08_09
1989: RISS_1989_10
Vorträge, Publikationen und Übersetzungen
Materialien rund um Freud und Lacan
Dagmar Ambass
Die Gaben fliessen nicht mehr
Inside out – und dazwischen die Angst?
Jahn fährt mit der Bahn
Übersetzung: Empfangen, zuhören, hören – Marie-Hélène MalandrinJohannes Binotto
Hors-champ – Vom psychoanalytischen Feld am Rand des Film
Affekt, Effekt, Defekt: Filmtechnik und/als Affektstörung
Die gesprungene Wahrheit: Jacques Lacan, Delmer Daves und das Happy End
Übertragungsstörungen. Psychoanalyse als Tontechnik
Jacques Lacan «[L]’inconscient, c’est le discours de l’Autre.»
Entzonungen – Zur Erogeneität des Filmischen und ihrer Verschiebung im VideoessayMax Kleiner
Das Freudsche Versprechen
Diskurse und Politik
Fragen zum Realen
Übersetzung: L’Etourdit
Übersetzung: Lacan in Italien – Vortrag in Mailand 1972
Übersetzung: Seminar XXII: R.S.I. – Version Ornicar?
Übersetzung: Seminar XXIV: L’insu que sait de l’une-bévue s’aile à mourreHossein Modjtahedi
Alas Wonderland
Die Psychoanalyse und der IranNathalie Moshnyager
Regula Schindler
Die Drogen Protokolle Walter Benjamins
Märtyrerin des Buchstabens Sygne de Couf
Namen-des-Vaters in Wedekinds «Frühlings Erwachen»
Zu den Namen-des-Vaters
Übersetzung: Antwort von Jacques Lacan auf eine Frage von Marcel RitterDieter Sträuli
Das Wünschen
Einführung in das Drängen des BuchstabensPeter Widmer
Buch: Angst
Das Andere Spiegelstadium
Das Ding als psychoanalytischer Diskurs
Die Hand des Subjekts
Die Hilflosigkeit (in) der Psychoanalyse
Gespräch: Vom Versagen der SpracheMitgliederbereich
Hier finden unsere Mitglieder zukünftig einen Zugang zu verschiedenen Textmaterialien.
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Über uns
Psychoanalyse
Liste der Mitglieder, welche eine psychoanalytische Praxis führen.
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Im eisernen Zeit 4
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Tel.: 076 246 74 30
antje.bruening@pinocchio-zh.ch
www.pinocchio-zh.chKathryn Buhr
Preyergasse 8
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Tel.: 044 261 89 84
weissberg@gmx.ch
www.praxismainau12.chAargau
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Tel.: 079 784 44 36
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Inseliquai 10
6004 Luzern
Tel.: 079 693 71 72
cc@psychoanalytische-praxis.chZug
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kathryn.buhr@hin.chNathalie Moshnyager
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nathalie.moshnyager@gmail.comCatherine Schuppli
Baarerstrasse 71
6300 Zug
Tel.: 079 641 26 85
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Orte des lacan’schen Feld
Webseiten
Gaogoa
www.gaogoa.free.frLacan entziffern –Rolf Nemitz
www.lacan-entziffern.deLutecium
www.lutecium.orgManfred Riepe
www.manfredriepe.wordpress.comStaferla
www.staferla.free.frTransferences – Johannes Binotto
www.transferences.orgPatrick Valas
www.valas.frVerlage und Zeitschriften
Brief der Psychoanalytischen Assoziation – Die Zeit zum Begreifen (1989-1997)
www.freud-lacan-berlin.de/BriefCairn
shs.cairn.infoDer Wunderblock (1978-1996)
www.freud-lacan-berlin.de/WunderblockDiaphanes
https://www.diaphanes.netPassagen
www.passagen.atRISS – Zeitschrift für Psychoanalyse
www.riss-psychoanalyse.deSeuil
www.seuil.comTuria + Kant
www.turia.atInstitutionen
DE
Berliner Schule
www.berlinschool.github.io/websiteDie Fadenspule – Begegnungsort für Kinder und Eltern
www.diefadenspule.chEntresol – Netzwerk für Philosophie, Psychoanalyse und Wissenschaften der Psyche
www.entresol.chFreud-Lacan Gesellschaft Berlin
www.freud-lacan-berlin.deInstitut für Philosophie, Psychoanalyse und Kulturwissenschaften, Berlin
www.ippk.deLacan-Archiv
www.bregenznet.at/lacan-archivNeue Wiener Gruppe
www.lacan.atPsychoanalytisches Seminar Zürich
www.psychoanalyse-zuerich.chPsychoanalyse am Werk, Bern
www.psychoanalyseamwerk.chFR
Association lacanienne internationale ALI
www.freud-lacan.comEcole de la Cause Freudienne
www.causefreudienne.orgEcole Lacanienne de Psychanalyse
www.ecole-lacanienne.netMathinées lacaniennes
www.mathinees-lacaniennes.netPsychanalyse en Normandie
www.psychanalyse-normandie.frEN
Lacanian Works Exchange
www.lacanianworksexchange.netLacan in Ireland – Cormac Gallagher
www.lacaninireland.comInfo
Allgemeines zum Seminar
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kathryn.buhr@lacanseminar.chHenry Hunziker
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henry.hunziker@lacanseminar.chAntoinette Poli
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8006 Zürich
antoinette.poli@lacanseminar.chDerek Stierli
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derek.stierli@lacanseminar.chDieter Sträuli
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dieter.straeuli@lacanseminar.chMitgliedschaft
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Mon parcours, dédié à la psychanalyse depuis plus de 50 ans, est caractérisé par l’assomption d’un symptôme essentiel. Au scandale sans doute d’une orthodoxie dûment administrée j’ai pu, d’une suite d’épiphanies menant du silence à la parole et à l’écrit, tomber dans ce discours analytique dont je n’ai peut-être pas mené à son terme l’issue me concernant. C’est à dire, en perspective des heurs et malheurs auxquels s’affronte, depuis son invention, la psychanalyse qui ne cesse de laisser croître les fleurs en son sillage. Encore faut-il peser ce que son organisation couve d’échecs, au même titre d’ailleurs que de l’abandonner à l’état sauvage. Entre les deux, aucune garantie scientifique ou médicale : ses effets, seuls juges de la pertinence de son adresse, mettent en cause le préjugé que les signifiants ne se baladeraient que dans la tête…
Mein Werdegang mit der Psychoanalyse dauert inzwischen über fünfzig Jahre und ist durch die Übernahme eines wesentlichen Symptoms gekennzeichnet. Skandalös aus der Sicht einer orthodoxen Verwaltung, konnte ich in einer Abfolge von Einsichten, die vom Schweigen zum Sprechen und schliesslich zum Schreiben führten, in jenen analytischen Diskurs verfallen, den ich, was mich selbst betrifft, vielleicht nicht bis zu seinem Ende geführt habe.
So lässt die Psychoanalyse, angesichts der Stunden und dem Unglück, mit denen sie sich seit ihrer Erfindung herumschlägt, in der Ackerfurche hinter sich immer wieder Blüten entspringen.
Demgegenüber gilt es abzuwägen, was ihre Unternehmensdoktrin an Misserfolgen ausbrütet – genauso wie die Gefahr, sie im wilden Zustand sich selbst zu überlassen. Zwischen beiden gibt es keinerlei wissenschaftliche oder medizinische Garantie: Allein ihre Auswirkungen richten über die Treffsicherheit ihres Zuspruchs und strafen das Vorurteil Lügen, die Signifikanten spazierten nur im Kopf umher…
Zeit:
Vortrag am Freitag, 29. Mai 2026, 20:15–21:45 Uhr
Seminar am Samstag, 30. Mai 2026, 12:00–16:00 Uhr
Ort:
Die Veranstaltung findet per «Zoom» und im Lacan Seminar Zürich, Preyergasse 8, 8001 Zürich statt.
Kosten:
Vortrag oder Seminar:
Mitglieder Fr. 20.– / Nichtmitglieder Fr. 30.– / Studierende Fr. 15.–
Anmeldung:
anmeldung@lacanseminar.ch
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